Historie Milchhof

Erbaut wurde dieses Fachwerkhaus in Hohenberg an der Einmündung Hirtengasse – Selber Straße noch vor dem Jahr 1650. 1695 wurde es erstmalig als „Trüpff-Häuschen mit einem Gärttlein im Besitz eines Hannß Franck“ beschrieben.

Seine heutige Gestalt erhielt das Gebäude im Jahr 1768, als es durch den Forstbereiter Elbinger neu erbaut und anschließend als Forsthaus genutzt wurde. Diese Nutzung endete 1792 durch die Einrichtung eines herrschaftlichen Forsthauses auf der Burg Hohenberg. Die Witwe des Oberförsters Reuß, Schwiegermutter von C.M. Hutschenreuther (Begründer der Porzellanfabrik Hutschenreuther), wohnte nach dem Tod ihres Mannes bis zu ihrem eigenen Tod im Jahr 1852 in diesem Haus.

Von September 1939, vier Tage vor Beginn des Zweiten Weltkriegs, bis Ende April 1950 wurde in diesem Hause Milch gegen Lebensmittelmarken an die Bevölkerung verteilt. Daher stammt der Name „Milchhof“. In den letzten Jahren verfiel das Gebäude leider zusehends. 2010 musste sogar die angebaute baufällige Scheune aus Sicherheitsgründen abgetragen werden.

(aus der Schilderung von Siegfried Röder)